Wie viel kostet es, Immobilienmakler zu werden?
Stand: . Gebühren werden kommunal festgesetzt und ändern sich; die Angaben sind Anhaltspunkte, keine Rechtsberatung.
Wer in Deutschland als Immobilienmakler arbeiten möchte, braucht eine Erlaubnis nach § 34c Absatz 1 der Gewerbeordnung. Anders als in vielen anderen Ländern gibt es dafür keine staatliche Prüfung und keinen vorgeschriebenen Ausbildungskurs. Die Kosten entstehen deshalb weniger durch Ausbildung als durch Gebühren, Nachweise und die Zeit bis zum ersten Abschluss.
Die einmaligen Kosten bis zur Erlaubnis
Die Erlaubnis erteilt je nach Bundesland das Gewerbeamt, das Ordnungsamt oder die Industrie- und Handelskammer. Die Gebühr wird kommunal festgesetzt und liegt üblicherweise zwischen 150 und 500 Euro. Dazu kommen die Unterlagen, die Sie beibringen müssen:
- Gewerbeanmeldung, je nach Kommune etwa 20 bis 60 Euro
- Polizeiliches Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde, etwa 13 Euro
- Auszug aus dem Gewerbezentralregister, etwa 13 Euro
- Nachweis geordneter Vermögensverhältnisse über Auskünfte aus Schuldnerverzeichnis und Insolvenzbekanntmachungen
In Summe bewegen sich die Gründungskosten damit meist im niedrigen dreistelligen bis knapp vierstelligen Bereich. Ein Sachkundenachweis ist derzeit nicht erforderlich. Verpflichtend ist dagegen die Weiterbildung: 20 Stunden innerhalb von drei Jahren, dokumentiert und auf Verlangen der Behörde nachzuweisen.
Der größere Posten ist die Rücklage
Wenn Sie für ein Maklerbüro auf Provisionsbasis arbeiten, verdienen Sie erst mit dem ersten abgeschlossenen Geschäft. Zwischen dem ersten Kundenkontakt und der Auszahlung liegen bei Immobilien regelmäßig mehrere Monate, weil Besichtigung, Finanzierungszusage und Notartermin Zeit brauchen.
Realistisch ist deshalb eine Rücklage, die sechs Monate bis ein Jahr trägt. Wer diesen Zeitraum unterschätzt, gerät genau in der Phase unter Druck, in der Geduld am meisten wert ist. Regionale Maklerbüros wie Kozlowski Immobilien in Mannheim sind ein guter Anlaufpunkt, um vorab zu erfahren, wie lange der Weg zum ersten Abschluss im jeweiligen Markt tatsächlich dauert.
Eine Alternative ist ein Maklerbüro, das ein Festgehalt statt einer reinen Provision zahlt, oder eine Nebentätigkeit, bis die Einnahmen aus dem Immobiliengeschäft verlässlich tragen.
Was sich bei der Provision geändert hat
Seit Dezember 2020 gilt beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern an Verbraucher der Teilungsgrundsatz nach den §§ 656a bis 656d BGB. Beauftragt eine Seite den Makler, darf sie höchstens die Hälfte der Provision auf die andere Seite abwälzen. Für die Kalkulation bedeutet das: Die früher verbreitete Vollprovision zulasten des Käufers ist in diesem Segment nicht mehr möglich.
Warum sollte ich Immobilienmakler werden?
Der häufigste Grund ist die Flexibilität. Der Beruf ist kein Bürojob von neun bis fünf, Termine richten sich nach den Kunden, und der Zeitplan liegt weitgehend in der eigenen Hand. Dem steht gegenüber, dass Einkommen aus Provisionen schwankt und Abende sowie Wochenenden regelmäßig zur Arbeitszeit gehören.
Wer den Einstieg plant, sollte beides nüchtern gegeneinander stellen: die überschaubaren Gründungskosten auf der einen Seite, die Durststrecke bis zum ersten Abschluss auf der anderen.